Vom Beckenrand pinkeln verboten

20. Mai 2006

Das städtische Hallenbad an einem Donnerstag: kein Warmbadetag. Einen Euro lasse ich in das braune Gerät fallen, er wird sofort angenommen. Sinnloses Reiben am Automaten entfällt also, ohnehin nur eine moderne Legende, ein Placebo. Noch mal fünfzig Cent hinterher, dann ist der Obolus entrichtet, die Maschine druckt die Eintrittskarte aus. Ein Schild weist darauf hin, dass man unbedingt ein Eurostück bereithalten solle, um die Schränke für Klamotten und Schuhe nutzen zu können. Mein letzter Euro steckt nun aber in dem Gerät.

Eine kleinere Maschine stellt Kaffee her, eine andere, mit Glasscheibe zum Durchgucken, hält diverse Leckereien bereit. Ein Süßigkeitenautomat. Ein weiteres Gerät schluckt meine Eintrittskarte, die eben bedruckt wurde. Ich darf durch das seitlich angebrachte Drehkreuz gehen, Kameras beobachten das Geschehen. Vorbei an der Gruppenumkleidekabine, in der ich mich früher, als ich noch jeden Montag zum Schwimmkurs der DLRG ging, umzog. Die Einzelkabinen sind das Ziel. Mittels eines einfallsreichen Klappmechanismus ließen sich die Türen verschließen.

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