Manche Cafés servieren Heißgetränke in Gläsern, also etwa einen Flat White. An diesem Sonntag bekam ich einen Latte M. im Glas, und das Glas war heiß, viel zu heiß, denn die Milch kochte fast. Das sollte einem Barista nicht passieren; dass die Milch kocht, meine ich. Dass die heiße Plörre auch noch im Glas blubberte, ist eine freche Unart, die ich künftig rigoros ablehnen werde. Ich möchte Kaffee in der Tasse und manchmal sage ich das bei der Bestellung auch: «Einen Flat White, bitte, aber in der Tasse.» Einmal sagte man mir jedoch, das sei nicht möglich. – Aha, wieso nicht? – Die Menge würde nicht in eine Tasse passen, lautete die Erklärung.
Viel zu spät fiel mir ein, dass sie dann eben zwei Tassen hätten füllen können. Da ein Flat White aus zwei Espresso-Shots besteht, hätte man sie leicht auf zwei Tassen aufteilen können: ein Shot pro Tasse, um es einmal auszuformulieren. Also hätte ich einfach zwei Cappuccinos bestellen müssen. Die werden meines Wissens niemals im Glas serviert. Zudem ist es so, dass viele Baristas ohnehin nicht wissen, was ein Flat White ist. Sie knallen einfach zwei Espressos in den Cappuccino und gut. Das prangere ich nebenbei an.