Bäcker-Café

24. April 2026

Der Bäcker um die Ecke verkauft auch Kaffee – also Cappuccino und Late Macchiato. Die sind ein wenig teurer, wenn man sie vor Ort verbraucht, was irgendwas mit der Umsatzsteuer zu tun hat und wieder so typisch deutsch ist. (Alles muss unnötig kompliziert sein.) Wir sitzen beim Bäcker, weil der Spielplatz in der Nähe ist und wir noch Lust auf Koffein und Waffeln haben. Die gibt es hier auch, aber nicht immer: Wenn der Teig leer ist oder das Waffeleisen kaputt, gibt es eben keine Waffeln.

Die Frauen, die beim Bäcker arbeiten, sind latent unfreundlich, aber nicht ganz, wahrscheinlich so typisch norddeutsch. (Das ist aber eine Ausrede, um frech zu Leuten zu sein: Das sei eben typisch norddeutsch, wenn sie dich beleidigen.) Jedenfalls nervt mich an diesem Bäcker-Café, dass sie die Hocker draußen immer an die Tische ketten und diese Verkettung (morgens) nicht auflösen. Man kann deshalb nur schlecht auf den Hockern sitzen, denn sie sind zu eng verkettet. Es muss pure Faulheit sein, dass sie morgens die Ketten nicht lösen, damit sich die Kunden vernünftig hinsetzen könnten.

Hinzu kommt, dass der Kaffee – der Cappuccino – nie gut ist. Regelmäßig ist er leider auch schlecht und einmal sogar ungenießbar (weil die Milch verbrannt war). Das Personal ist also latent unfreundlich, die Hocker draußen unbenutzbar und der Kaffee ist mittelmäßig (oder schlecht). Warum sitzen wir hier dennoch? Weil es keine Alternative gibt, weil wir auf dem Weg zum Spielplatz Lust auf Kaffee und Waffeln hatten. So ist das.